Freitag, 26. Juli 2019, sechs Uhr früh am Sportplatz Grafendorf. Eine Gruppe von 25 Personen machen sich auf, um die Anreise nach Gerlos zur „Drei-Tages-Wanderung“ der Naturfreunde Oberes Gailtal anzutreten. Die Anreise erfolgt über Lienz – Felbertauern – Mittersill nach Gerlos. Unterwegs treffen wir noch auf Arnold, welcher aus Wien angereist ist. Für ihn ist es jedes Jahr eine Gelegenheit Familienmitglieder und Freunde zu treffen um gemeinsam eine nette Zeit in den Bergen zu verbringen. Nach einer kurzen Cafe-Pause treffen wir pünktlich um neun Uhr bei der Isskogelbahn in Gerlos ein. Hier erwartet uns bereits Ewald und Maria, welche über das Zillertal aus Innsbruck angereist sind.

Isskogel (2264 m) – Kreuzjoch (2558 m)
Genügend Ausdauer sowie Trittsicherheit bewiesen alle Wanderer bei dieser gut 17 Kilometer langen Zwei-Gipfel-Tour. Der Lohn: Grandiose Ausblicke in die Kitzbüheler und Zillertaler Alpen, in die Hohen Tauern und die Ötztaler Berge. Durch das wildromantische Krummbachtal mit seinen Almen geht es wieder zurück nach Gerlos. Hier checken wir dann in unsere Unterkunft, dem Hotel „Gaspingerhof“ ein, und lassen den ersten Tag bei einem gemeinsamen Abendessen revue passiern.

Arbiskogel (2048 m) – Kirchspitze (2312 m)
Nach dem Frühstück erwartet uns voll motiviert der zweite Wandertag. Als Ziel haben wir uns den Arbiskogel – den Hausberg der Gerloser – ausgesucht. Er ist ein weitläufiger Bergrücken, der knapp über die Waldgrenze hinausschaut. Mit der benachbarten Kirchspitze wird die Tour enorm aufgewertet, ohne dass sich dadurch allzu große Hürden in den Weg legen. Nach einem ausgiebigen Einkehrschwung in der Lackenalm geht es über das Schönachtal nach Gerlos retour.

Wanderung zur Leitenkammerklamm im Wildgerlostal
Sonntag früh. Wir starten am Durlaßboden-Staudamm und wandern entlang des Stausees Richtung Finkau. Der Durlaßbodenspeicher wurde 1962 für die Stromgewinnung erbaut. An der tiefsten Stelle hat der Stausee eine Tiefe von 90 m. Hier befindet sich die höchst gelegene Segel- und Surfschule Österreichs. Auf dem Weg durch die Klamm erwarten uns äußerst interessante Erosionsformen mit sehenswerten Auswaschungen. Die Klamm selber ist durch Aussichtskanzeln gut erschlossen. Am Rückweg können wir dann als Abschluss dieser drei Wandertage unsere Regenbekleidung testen, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch verleiht.

„Ich gehe auf einen Gipfel, und wenn ich wieder herunterkomme, bin ich ein anderer Mensch.“ Mit dieser Aussage von Peter Habeler freuen wir uns schon auf die nächsten gemeinsamen Wanderungen der Naturfreunde Oberes Gailtal.

(Johann Goldberger, Kärntner Bergwanderführer)

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